Die Baumeisterin

ÜBER MICH

Et kütt, wie et kütt, sagt der Rheinländer und bisher ist nicht alles glatt, aber doch irgendwie gut gegangen.

Geboren bin ich 1979 in eine Familie, in der immer selbst gebaut und „gebosselt“ wurde.
Bosseln“ – das ist so ein schönes Wort im rheinhessischen Dialekt, das relativ gut umschreibt was ich so mache. Es bedeutet bauen, basteln, Lösungen finden, umdenken, gestalten, tüfteln, nicht immer 100% perfekt, sondern vielleicht nur 98,6%, aber dafür mit Herzblut, Geschick, Mut und einer großen Portion Spaß und Freude am Projekt. 

Im Herbst 2018 habe ich die BAUMEISTERIN gegründet und will mit meinem Herzensprojekt Frauen in Ihrer Unabhängigkeit stärken. Ich gebe Handwerkskurse für Frauen und halte Vorträge zum Thema "Frauen in vermeintlichen Männerdomänen bzw. Männerberufen". Außerdem mache ich Interviews mit Frauen in "untypischen" Berufen oder Freizeitfeldern. Seit Januar 2019 gibt es auch einen Stammtisch "Männerthemen von Frau zu Frau" bei dem ich jeden dritten Mittwoch im Monat eine Frau einlade, die über Ihr ganz spezielles Fachgebiet spricht und alle anwesenden Frauen im fröhlichen, lockeren Austausch offen Fragen dazu stellen können.

In meinem "normalen" Leben stöckele ich zwischen Baustelle, Baufachmarkt und Büro hin und her, als Generalübernehmerin für Sanierungs-, Modernisierungs- und Renovierungsobjekte. Der Bereich Baukoordination, InteriorDesign, Handwerkervermittlung, Architektur, Baubegleitung, Bauleitung, Bauberatung und -kontrolle, Kostenschätzung und -überwachung. Das Bauen ist nun mal mein Leben.

Nachdem ich einen handwerklichen Beruf gelernt habe (ich sage nur 2% Frauen in der Elektrotechnik) hat es mich über die Lichtplanung zum gesamtheitlichen InteriorDesign verschlagen. Durch mein offenes kommunikatives Wesen bin ich aber in den Vertrieb abgeworben worden und meine Karriere in der Möbelindustrie begann. Relativ schnell war ich im Vertrieb erfolgreich und habe immer größere Geschäftsgebiete und Positionen, u.a. bei Fritz Hansen, begleitet.
10 Jahre habe ich als Sales Manager Germany für Knoll Inc., die ihr Headquarter in Mailand und USA haben, gearbeitet. Knoll, bekannt als eine Design-Möbelkollektion die u.a. den berühmten Barcelona Chair von Mies van der Rohe umfasst. Die Arbeit auf internationaler Ebene mit Kunden und Geschäftspartnern im Luxusgütersegment mit dem Bezug zur Kunsthistorik haben mich stark geprägt und immer wieder herausgefordert.
Trotz des umfangreichen Arbeitsfeldes habe ich nie aufgehört zu lernen und mich in Verkaufs- und Persönlichkeitstrainings immer weiter gebildet und in diesem Bereich auch eine Coachingausbildung genossen. Sodass ich mich schließlich zu meiner letzten angestellten Position als Head of Sales&InteriorDesign im Luxuseinrichtungshaus Pesch in Köln qualifizieren konnte, die ich dann auf eigenen Wunsch verlassen habe, um meine Leidenschaft Bauen zu meinem Haupterwerb zu machen. 

Ich wollte meine Berufung zum Beruf zu machen. In meiner gesamten Angestelltenzeit habe ich immer wieder Renovierungs- und Modernisierungsaufträge für Wohnungen und Büros übernommen und neben meiner verantwortungsvollen Arbeit, immer weiter selbst gebaut, umgebaut, ausgebaut, geplant, abgerissen, aufgebaut, rausgerissen, neu verbaut und baulich begleitet. 

In den letzten 20 Jahren komme ich somit auf eine stattliche Zahl von 2 Häusern, 14 Wohnungen und 8 Büros und Praxen, die ich selbst renoviert habe und viele weitere, die ich begleiten durfte.

Mein Motto seither: Ich bastele nicht, ich baue.

Das Wort – bos seln – (V1. hat gebosselt; o Obj.) handwerkliche Arbeiten machen, tüfteln, verbessern, ändern – aus frz. bosseler – „erhabene bildhauerische Arbeit machen“ – bossieren. Hat daher nichts mit der norddeutschen Stockschieß-Sportart zu tun, die auch mit langem ooo gesprochen wird. Meine Freundin (Rheinländerin) meint dazu, es höre sich ein wenig an wie das englische Wort „bossy“ oder „posh“, also auch eine ganz nette Wort-Verbindung